Mahmud Ahmadinedschad

Iranische Astrologie

''Nach der Erschütterung durch die Proteste im Juni kommt das iranische System erst langsam wieder zur Ruhe. Neue Brüche haben sich aufgetan, nun werden Bündnisse neu geschmiedet, alte Rechnungen beglichen und die Faktionen ringen um die Verteilung der Macht. Ausreichend Anlass für Spekulationen also, denn klar ist die Lage keineswegs.''

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Iran – Ausgang ungewiss

''Überrascht vom Ausmaß der Proteste schwankt das iranische Regime bisher zwischen Nachgeben und Repression. Die Rede des Revolutionsführers deutet allerdings darauf hin, dass das Regime hart bleiben will. Sollte es sich für die Unterdrückung der Proteste entschließen, könnte das für die Stabilität des Systems unkalkulierbare Folgen haben.''

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Keine neue Revolution im Iran

''Teheran erlebt die größten Proteste der Opposition seit der iranischen Revolution. Mancher sieht bereits das Ende der Islamischen Republik gekommen, doch näher als der Vergleich zu den Ereignissen 1978 liegt die Parallele zu den Studentenunruhen 1999. Diese scheiterten nach einigen Tagen, weil anders als zur Zeit der Revolution die Jugend nicht bereit war, für die Freiheit ihr Leben aufs Spiel zu setzen.''

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Im Iran mehren sich die Indizien für Betrug

''Nur langsam dringen aus dem Iran die Nachrichten an die Öffentlichkeit, doch drei Tage nach den Wahlen, bei denen nach offiziellen Angaben der Hardliner Mahmud Ahmadinejad 62 Prozent der Stimmen erhalten hat, wird immer deutlicher, wie massiv die Ergebnisse manipuliert worden sein müssen. Acht Indizien für den Verdacht auf Fälschung.''

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Verdacht auf Fälschung im Iran

''Wenn Ahmadinejad tatsächlich auf 62 Prozent der Stimmen gekommen sein sollte, würde dies bedeuten, dass er nicht allein von der städtischen Unterschicht und der ländlichen Bevölkerung gewählt worden ist, sondern auch ein Großteil der jungen Generation und der gebildeten Mittelschicht für sich gewonnen hat. Dies ist kaum vorstellbar.''

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Bye, bye, Ahmadi?

Am Freitag wird der neue iranische Präsident gewählt. Die landesweit aufmerksam verfolgten Fernsehdebatten zwischen den Kandidaten haben in der Bevölkerung die Spannung steigen lassen. Die Jugend trägt den Wahlkampf auf die Straßen, doch viele Iraner glauben nicht mehr an eine faire Abstimmung. Von Jan Aengenvoort (Teheran)

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