Das Teheraner Regime hat jedes Gedenken an die Opfer vom Juni verboten, um der Opposition keine Gelegenheit für erneute Proteste zu geben. Auch gegenüber den nach der Wahl Inhaftierten bleibt das Regime hart: Die Freilassung von 140 Gefangenen kann nicht verdecken, dass noch immer zahlreiche Oppositionelle in Haft sitzen.
Islam
Iranische Astrologie
''Nach der Erschütterung durch die Proteste im Juni kommt das iranische System erst langsam wieder zur Ruhe. Neue Brüche haben sich aufgetan, nun werden Bündnisse neu geschmiedet, alte Rechnungen beglichen und die Faktionen ringen um die Verteilung der Macht. Ausreichend Anlass für Spekulationen also, denn klar ist die Lage keineswegs.''
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Uiguren misstrauen Han misstrauen Uiguren
Die Uiguren werfen den Han Benachteiligung vor, die Han halten den Uiguren entgegen, bereits zahlreiche Vorteile zu genießen. Die blutigen Unruhen, die in Xinjiang zahlreiche Leben gefordert haben, gehen auf ein Misstrauen zurück, das seinen Ursprung in der Siedlungspolitik Pekings hat, welche die Uiguren im eigenen Land an den Rand der Gesellschaft gedrängt hat.
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Mord vor Gericht
Der ausländerfeindliche Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in einem deutschen Gericht hat sich zu einem Politikum ausgewachsen. Doch auch wenn die Tat zum Nachdenken anregen sollte, so bleibt sie doch ein extremer Einzelfall, von dem nicht auf die Haltung der Deutschen gegenüber dem Islam geschlossen werden kann.
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Das Mullahregime verliert die Mullahs
''Das iranische Regime hat die Straße vorerst wieder unter Kontrolle, doch hinter den Kulissen geht der Konflikt weiter. Gerade die Geistlichkeit, einst die wichtigste Stütze des Systems, ist unzufrieden mit der Politik von Präsident Ahmadinejad. Und auch Revolutionsführer Khamenei kann längst nicht mehr auf ihre Unterstützung zählen.''
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Der Iran kämpft, der Westen schweigt
Angesichts der brutalen Repression der Proteste im Iran wird im Westen die Kritik am Schweigen der Regierungen immer lauter. Doch es ist keine Feigheit und keine falsch verstandene Zurückhaltung, wenn der Westen sich nicht offen hinter die Opposition stellt. Denn nichts würde sie mehr diskreditieren, als wenn sie vom Ausland gesteuert erschiene.
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Iran – Ausgang ungewiss
''Überrascht vom Ausmaß der Proteste schwankt das iranische Regime bisher zwischen Nachgeben und Repression. Die Rede des Revolutionsführers deutet allerdings darauf hin, dass das Regime hart bleiben will. Sollte es sich für die Unterdrückung der Proteste entschließen, könnte das für die Stabilität des Systems unkalkulierbare Folgen haben.''
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Keine neue Revolution im Iran
''Teheran erlebt die größten Proteste der Opposition seit der iranischen Revolution. Mancher sieht bereits das Ende der Islamischen Republik gekommen, doch näher als der Vergleich zu den Ereignissen 1978 liegt die Parallele zu den Studentenunruhen 1999. Diese scheiterten nach einigen Tagen, weil anders als zur Zeit der Revolution die Jugend nicht bereit war, für die Freiheit ihr Leben aufs Spiel zu setzen.''
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Im Iran mehren sich die Indizien für Betrug
''Nur langsam dringen aus dem Iran die Nachrichten an die Öffentlichkeit, doch drei Tage nach den Wahlen, bei denen nach offiziellen Angaben der Hardliner Mahmud Ahmadinejad 62 Prozent der Stimmen erhalten hat, wird immer deutlicher, wie massiv die Ergebnisse manipuliert worden sein müssen. Acht Indizien für den Verdacht auf Fälschung.''
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Verdacht auf Fälschung im Iran
''Wenn Ahmadinejad tatsächlich auf 62 Prozent der Stimmen gekommen sein sollte, würde dies bedeuten, dass er nicht allein von der städtischen Unterschicht und der ländlichen Bevölkerung gewählt worden ist, sondern auch ein Großteil der jungen Generation und der gebildeten Mittelschicht für sich gewonnen hat. Dies ist kaum vorstellbar.''
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Bye, bye, Ahmadi?
Am Freitag wird der neue iranische Präsident gewählt. Die landesweit aufmerksam verfolgten Fernsehdebatten zwischen den Kandidaten haben in der Bevölkerung die Spannung steigen lassen. Die Jugend trägt den Wahlkampf auf die Straßen, doch viele Iraner glauben nicht mehr an eine faire Abstimmung. Von Jan Aengenvoort (Teheran)
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Iran... und dennoch wählen
''Im Iran stehen Wahlen an, doch nicht nur im Land, sondern auch im Exil wollen viele nicht teilnehmen, um mit ihrer Stimme nicht ein System zu legitimieren, das sie für zutiefst undemokratisch halten. Doch auch wenn keiner der Kandidaten voll überzeugt, ist es womöglich besser, für den Besten unter ihnen zu stimmen, um nicht den Schlechtesten zu erhalten.''
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Guantanamo: Im Zweifel schuldig
''Alle sind sich in Europa einig, dass Guantanamo bald möglichst geschlossen werden muss. Doch wenn es an die Aufnahme von Häftlingen aus dem Lager geht, will keiner zuständig sein. Dies zeigt wieder einmal, dass man auch in Europa im Zweifelsfall die eigenen Werte der Sicherheit opfert.''
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Mussavi neuer Hoffnungsträger?
Im Iran wird am 12. Juni ein neuer Präsident gewählt. Auch wenn der Regierungschef nach dem Revolutionsführer nur der zweite Mann im Staat ist, kommt der Wahl erhebliche Bedeutung für die Zukunft des Landes zu, das mit den Folgen von Isolation, Inflation und Wirtschaftskrise zu kämpfen hat. Doch auf welchen der vier Kandidaten soll man setzen?
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Ergenekon entschleiert
In der Türkei beschäftigt seit Monaten kein anderes Thema die Öffentlichkeit so wie der Prozess um das Ergenekon-Netzwerk. Diese Geheimorganisation des Militärs, der zahlreiche hochrangige Generäle angehörten, soll durch Anschläge versucht haben, den Vorwand für einen Militärputsch gegen die AKP-Regierung zu schaffen.
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Die Moscheesendung feiert Geburtstag
Ein Jahr nach der Einführung des "Islamischen Worts" im Südwestrundfunk hat sich die Sendung noch nicht richtig etabliert. Zwar ist die anfängliche Kontroverse verstummt, doch für eine Ausweitung der Sendung, die ihr ein breiteres Publikum erschließen könnte, fehlt der Wille.
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„Schism“ vs „Fitna“
In Antwort auf Geert Wilders Antikoranfilm „Fitna“ sind mehrere Filme entstanden, die mit den selben Mitteln, die der Rechtspopulist gegen den Islam verwandt hat, die Bibel als gewaltbefürwortende Schrift darstellen. Doch ihr Ziel ist es nicht, Hass gegen das Christentum zu schüren, sondern die Manipulation von „Fitna“ zu entlarven.
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Uiguren, schon mal gehört?
Warum weiß in Europa niemand, wer die Uiguren sind, obwohl das kleine Turkvolk in vielem das Los der Tibeter teilt? Die Antwort liegt nicht allein darin, dass ihnen ein Führer wie der Dalai Lama fehlt, sondern wohl auch, dass es Peking gelungen ist, das muslimische Wüstenvolk in die Nähe des Terrorismus zu rücken.
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Das Wort vom „Mullahregime“
Wenn deutsche Medien vom „Mullahregime“ oder der „radikalen Hamas“ sprechen, soll dies weniger eine Information, als eine Wertung vermitteln. Auch dass sie den Vorwurf, der Iran wolle Israel von der Landkarte tilgen, auf einem Übersetzungsfehler begründen, sagt einiges über die Voreingenommenheit vieler Medien aus.
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Wilders ganz subtil
Angesichts von Wilders bisheriger Aussagen zum Islam ist sein korankritischer Film „Fitna“, den er nun im Internet veröffentlicht hat, geradezu subtil ausgefallen. Trotzdem bewegt sich der 15-minütige Streifen an der Grenze des gesetzlich Zulässigen und weit jenseits jeder politischen Vernunft.
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