Der ausländerfeindliche Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in einem deutschen Gericht hat sich zu einem Politikum ausgewachsen. Doch auch wenn die Tat zum Nachdenken anregen sollte, so bleibt sie doch ein extremer Einzelfall, von dem nicht auf die Haltung der Deutschen gegenüber dem Islam geschlossen werden kann.
Deutschland
Dialog ohne Differenz
''Der Streit um die Äußerungen des Schriftstellers Navid Kermani zur Darstellung der Kreuzigung in der christlichen Kirchenmalerei zeigt die Grenzen des interreligiösen Dialogs wie er von den Vertretern der großen Konfessionen gerne geführt wird. Der Konflikt macht deutlich, dass nur wenn man die Differenzen anerkennt, der Dialog Sinn machen kann.''
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Die Moscheesendung feiert Geburtstag
Ein Jahr nach der Einführung des "Islamischen Worts" im Südwestrundfunk hat sich die Sendung noch nicht richtig etabliert. Zwar ist die anfängliche Kontroverse verstummt, doch für eine Ausweitung der Sendung, die ihr ein breiteres Publikum erschließen könnte, fehlt der Wille.
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Das Wort vom „Mullahregime“
Wenn deutsche Medien vom „Mullahregime“ oder der „radikalen Hamas“ sprechen, soll dies weniger eine Information, als eine Wertung vermitteln. Auch dass sie den Vorwurf, der Iran wolle Israel von der Landkarte tilgen, auf einem Übersetzungsfehler begründen, sagt einiges über die Voreingenommenheit vieler Medien aus.
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Was Alice Schwarzer vom Islam weiß
Die Publizistin und Feministin Alice Schwarzer hat mit ihren provokanten und zuweilen polemischen Äußerungen viel für die deutsche Frauenbewegung erreicht. Doch mit ihrer undifferenzierten Warnung vor dem Islam trägt sie nur zur Verschärfung einer ohnehin aufgeladenen Debatte bei.
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Ein Türke bleibt für Erdogan immer ein Türke
Bei seinem Besuch in Deutschland hat Erdogan die Türken vor Assimilation gewarnt und türkische Schulen gefordert. Dass hierzulande niemand mehr die Aufgabe der eigenen Kultur oder Sprache verlangt, scheint ihm ebenso entgangen, wie dass eine türkische Schulbildung kaum die Voraussetzung zur Integration in die Gesellschaft ist.
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Halluziniert Schirrmacher?
Pöbeleien und Vandalismus junger Migranten als Ausdruck einer fundamentalistischen Ideologie, die gefährlicher als Faschismus oder Kommunismus ist. Wer dies noch nicht wusste, sollte dringend die FAZ lesen. Dort klärt Frank Schirrmacher über die wahren Ursachen von Jugendgewalt auf und warnt vor dem drohenden Krieg der Kulturen.
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Die Stimmen der Kritik sind weiblich
Von muslimischen Extremisten mit dem Tode bedroht, zur Aufgabe ihres Berufs gezwungen und zum Verlassen des Landes genötigt – Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek, Seyran Ates und Mina Ahadi haben ihre Kritik am Islam teuer bezahlt. Doch bei allem Respekt an ihrem mutigen Einsatz gibt es auch berechtige Kritik an ihren oft polemischen und pauschalisierenden Aussagen.
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Umstrittene Studie zu Muslimen
Eine vom deutschen Innenministerium in Auftrag gegebene Studie hat die Einstellung von Muslimen zur Religion, Demokratie und Gewalt untersucht. Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick erschreckend. Doch weisen Kritiker zu Recht darauf hin, dass die Zustimmung zur demokratischen Grundordnung unter Deutschen kaum höher liegt.
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Vorzeigeimam unter falschem Verdacht
Benjamin Idriz gilt als Verfechter eines europäischen Reformislams. In München möchte der Imam ein Zentrum für Islam in Europa errichten. Doch das bayerische Innenministerium beschuldigt ihn, Verbindungen zu Islamisten zu unterhalten. Unterstützung erhielt Idriz nun von Opposition und Kirchen.
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Der steinige Weg zu deutschen Imamen
Seit kurzem gibt es an deutschen Universitäten den Studiengang islamische Theologie. In wenigen Jahren könnten also die ersten hier ausgebildeten Imame ihre Arbeit aufnehmen. Doch jenen, die bereits auf Deutsch predigen, machen Behörden und Gemeinden das Leben schwer.
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Die Kirche schärft ihr Profil am Islam
Die Evangelische Kirche sucht die Abgrenzung gegenüber dem Islam, um ihre eigene Schwäche zu verdecken. Dass ihr Vorsitzender Bischof Huber Anzahl und Größe der Moscheen gegebenenfalls begrenzen will, obwohl die Verfassung Einschränkungen nicht vorsieht, erregt dabei nur die Muslime.
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Türkische Schulen ganz deutsch
An staatlichen deutschen Schulen schneiden Migrantenkinder oft schlechter ab als ihre deutschen Kameraden. In den vergangenen Jahren haben deutsch-türkische Eltern daher die Dinge in die Hand genommen und eigene Privatgymnasien gegründet. Doch ist umstritten, ob diese Schulen tatsächlich der Integration dienen.
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Tödliche Attentäter, fanatische Amateure
Wie die drei jungen Männer, die jüngst unter dem Verdacht der Planung eines Terrorakts festgenommen wurden, zu Attentätern wurden, kann man nur mutmaßen. Doch klar ist, dass auch in Deutschland eine gewaltbereite Islamistenszene besteht – selbst wenn zum Erfolg bisher noch die Professionalität fehlt.
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Europa streitet um Moscheen
Ob Moschee, mezquita oder mosquée, überall in Europa entzündet sich Streit am Bau muslimischer Gebetsstätten. In der Schweiz sollen Minarette verboten werden. In England warnt eine Petition vor Unruhen. Und in Spanien befürchtet die Rechte Verbindungen zu Al Qaida. Ein Überblick über die wichtigsten Konfliktorte Europas.
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Selbstausgrenzung für mehr Integration
Auf dem zweiten deutschen Integrationsgipfel am 12. Juli hat die Regierung einen nationalen Integrationsplan mit mehr als 400 Maßnahmen beschlossen. Doch dieser Erfolg wurde überschattet vom Protest der türkischen Verbände. Sie fühlten sich ignoriert und blieben daher dem Treffen einfach fern.
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Auch eine Baskenmütze ist ein Kopftuch
Die Baskenmütze war bisher nicht eben als Ausdruck des Islam bekannt. Nach dem Urteil eines deutschen Gerichts, das über den Fall einer muslimischen Lehrerin zu entscheiden hatte, die statt des Kopftuchs eine rosa Mütze trug, kann diese jedoch auch als religiöses Symbol gelten – und damit verboten werden.
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Bizarrer Streit um eine Moschee
Der Bau einer Moschee in Köln spaltet die Stadt: Auf der einen Seite ein Holocaustüberlebender, der Muslime als kulturfremd bezeichnet und sich den Beifall der Rechtsradikalen versichert. Auf der anderen Seite die gesamten bürgerlichen Parteien – und ein katholischer Priester, der zur Kollekte für die Moschee aufruft.
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Über den eigenen Schatten gesprungen
Die überraschenden Gründung eines ‚Koordinierungsrates der Muslime’ Anfang April in Deutschland stößt bei Parteien und Kirchen auf Zustimmung. Zugleich wird jedoch Kritik an der Forderung des neu begründeten Dachverbands laut, mit den Kirchen rechtlich gleichgestellt zu werden.
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Gefährlicher Relativismus
Eine deutsche Richterin hat sich auf den Koran berufen, um eheliche Gewalt zu rechtfertigen. Nicht nur zeugt der Richterspruch von einem verfehlten Kulturrelativismus, sondern auch von einem erschreckend konservativen Islambild. Doch Anlass zur Furcht vor der Islamisierung des deutschen Rechts gibt das nicht.
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