Was Alice Schwarzer vom Islam weiß
Die Publizistin und Feministin Alice Schwarzer hat mit ihren provokanten und zuweilen polemischen Äußerungen viel für die deutsche Frauenbewegung erreicht. Doch mit ihrer undifferenzierten Warnung vor dem Islam trägt sie nur zur Verschärfung einer ohnehin aufgeladenen Debatte bei.
Montag 25. Februar 2008
Alice Schwarzer hat es an diesem Abend eilig, auf die Bühne zu gelangen. Die Grußworte sind noch nicht beendet, da tritt sie bereits durch den Vorhang und sorgt für einen ersten Lacher in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Stadthalle von Esslingen. Minutenlang wird die 65-Jährige vom Publikum, in dem sich an diesem Abend kaum mehr als eine Handvoll Männer findet, als eine Ikone gefeiert, die sie nach 30 Jahren an der Spitze der Frauenzeitschrift „Emma“ auch zweifellos ist. Schwarzer ist an diesem Abend gekommen, um aus ihrem zuletzt erschienenen Buch „Die Antwort“ zu lesen, in dem sie mit allen Angriffen auf die „größte unblutige Revolution des 20. Jahrhunderts“ abrechnet – die Emanzipation.
Die größte Gefahr sieht sie im Islam und im Biologismus, wobei sie hinzufügt, dass wenn sie vom Islam spreche, sie eigentlich den islamischen Fundamentalismus meine. Beide behaupteten, den Geschlechtern sei eine definierte Rolle vorgeben, wobei sich die einen auf den Koran, die anderen auf die Hormone berufen. Und natürlich komme in beiden Ideologien den Männern die definierende Rolle zu. Sie habe schon 1979, als sie kurz nach der Islamischen Revolution aus Solidarität mit den iranischen Frauen nach Teheran reiste, vor der Islamismusgefahr gewarnt, sagt Schwarzer. Heute habe sich der „islamistische Kreuzzug“, dessen Keimzelle sie im Iran verortet, bis nach Europa ausgebreitet.
"Drehscheibe des Terrors"
Niemals habe sie gedacht, einmal in Köln eine Frau im Tchador zu treffen. Heute sei Deutschland zu einer „Drehscheibe des Terrors“ geworden, sagt sie. Immer mehr muslimische Migranten bezeichneten sich als streng religiös, immer mehr befürworteten das Kopftuch. Für Schwarzer ist dieses „nicht allein ein Stück Stoff“, wie es öfters heiße. Ihrer Ansicht nach geht es dabei auch nicht um Glaube und Tradition, und keineswegs sei es mit religiösen Symbolen wie dem Kreuz oder der Kippa vergleichbar. Für sie ist es ein Zeichen der Unterdrückung, das an Schulen verboten werden sollte, wie dies in Frankreich bereits geschehen ist.
Für Angela Merkels Auftritt in den Golfstaaten findet Schwarzer warme Worte, da sie sich dort nicht verschleierte – anders als frühere Politikerinnen wie die grüne Staatsministerin Antje Vollmer, die gemeint habe, als Zeichen des Respekts gegenüber der fremden Kultur ein Kopftuch tragen zu müssen. Viel zu lange habe man bei Migranten unter Verweis auf die andere Religion und Kultur Eigenarten geduldet, die mit den Menschenrechten und dem Grundgesetz nicht vereinbar sind. „Die Menschenrechte sind unteilbar“, ruft sie und fordert dazu auf, den Männlichkeitswahn zu ächten, der das „Fundament des Fundamentalismus“ sei – und ist sich damit des Beifalls des Publikums sicher.
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Comments
Sonst ja eher selten, aber auch MEINES Beifalles kann sie sich in diesem Falle sicher sein.
Islamismus, wie jeder Fundamentalismus IST eine Gefahr für die Freiheit.
Wartet nur ab, bis KopftuchGEBOT in deutschen Schulen gefordert wird...
Bis dann, nur tüchtig weiter verharmlosen!
Zumindest kennt Alice Schwarzer den Untrschied zwischen mekkanischen und medinischen Versen.
Gültig:
Sure 9:28 "O die ihr glaubt! wahrlich, die Götzendiener sind unrein."
Sure 98:6 "Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen): Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten".
Sure 8,55: "Siehe, schlimmer als das VIEH sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben."
Sure 9,29: "Kämpft mit Waffen gegen diejenigen, die nicht an Allah glauben, noch an den jüngsten Tag glauben, und die nicht für verboten erklären, was Allah und sein Gesandter Mohammed für verboten erklärt haben, und die sich nicht nach der rechten Religion (dem Islam) richten - von denen, die die Schrift erhalten haben (d. h. Juden und Christen) - kämpft mit der Waffe gegen diese, bis sie die Minderheitensteuer abgeben als Erniedrigte!"
Auch wenn dies vom Vortrag Schwarzers wegführt, möchte ich in Reaktion auf diese Zitate meinerseits aus der Bibel zitieren. Nicht um zu zeigen, dass auch im Christentum die Diskriminierung der Frau festgeschrieben ist, sondern um zu zeigen, wie sehr auch die Auslegung der heiligsten Schrift dem Wandel unterworfen ist.
1. Brief an die Korinther, 11. Kapitel, Neues Testament
3. Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.
Und weiter:
7 Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. 8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. 9 Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.
Interessant sind auch die Äusserungen zum Kopftuch. Im Neuen Testament wohlgemerkt:
1. Brief an die Korinther, 11. Kapitel, Neues Testament
4 Ein jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt. 5 Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren. 6 Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, dass sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken.
Zumindest würde also ein Kopftuchgebot auch der christlichen Lehre entsprechen...
wenn das alles so richtig ist, wieso leben wir dann nicht wieder wie vor ein paar tausend jahren? ahh...da gibt es etwas das heißt fortschritt... die erde ist übrigens auch keine scheibe....