Stichwort: Religion und Politik
By Common-Man-In-Europe on Wednesday, March 19 2008, 20:22 - Permalink
Im Islam, so eine häufig vertretene Ansicht, bestehe keine Trennung zwischen Religion und Politik. Die Geschichte zeigt jedoch, dass die beiden Bereiche stets in einem Spannungsverhältnis gestanden haben, ohne dass die Religion jemals die Politik beherrschte. Ein kleiner Ausflug in die politische Theorie des Islam.
Von Ulrich Schwerin, 19. März 2008
Um das Verhältnis zwischen Politik und Religion im Islam zu erklären, ist ein Exkurs in die Theorie notwendig. Dabei zeigt schon die Definition der beiden Begriffe die Spannung an. Denn Politik als ein vom Menschen bestimmter Prozess, der zur Aufgabe hat, das Zusammenleben im Gemeinwesen zu ordnen, hat einiges gemein mit der Religion, wenn man diese als ein kulturell-konstruiertes System von Symbolen und Werten begreift, dessen Ziel es nicht nur ist, die Welt zu deuten und dem Leben Sinn zu verleihen, sondern auch das Verhalten des Einzelnen zu regeln und die Ordnung des Gemeinwesens zu bestimmen.
Der Soziologe Max Weber schreibt dazu, „jede rationale ethische Religiosität gerät in Spannung mit dem Kosmos des politischen Handelns“. Auch wenn die Religion der Politik Legitimität zu verleihen vermag, indessen die Politik der Religion Macht geben kann, sind beide doch darauf bedacht, ihre Vereinnahmung zu vermeiden und ihre Unabhängigkeit zu wahren. Denn im täglichen Ringen um Kompromisse riskiert die Religion, ihren ethischen Geltungsanspruch zu verlieren, während die Politik durch die Bindung an dauerhafte Normen, ihre Handlungsfähigkeit einzubüßen droht.
Ein Ideal ohne praktische Bedeutung
Entgegen der im Westen verbreiteten Ansicht, im Islam sei die Politik nicht von der Religion zu trennen, da der Islam ein ganzheitliches religiöses, soziales und politisches System sei, das alle Bereiche des Lebens umfasse und die Ordnung der Gesellschaft bestimme, hat es auch im Islam niemals eine vollständige Unterwerfung des Staates unter die Gesetze der Religion gegeben. Zwar hat die Herrschaft Mohammeds, da er als oberster Feldherr, Richter und Prophet die religiöse und politische Autorität in seiner Person vereinte, über die Jahrhunderte als Ideal fortbestanden, doch blieb es ein Ideal ohne praktische Bedeutung.
„A venerable tradition of government developed throughout the centuries, one that acknowledged the primacy of the political model set out in the early community but made little effort to work out the implications of that ideal model for one’s own times”, schreibt der Islamwissenschaftler Carl Brown. Die Legitimität eines Staates maß sich nicht daran, ob die politische Ordnung den islamischen Gesetzen entsprach und das politische System orientierte sich weniger an der islamischen als an der griechischen oder byzantinischen Staatstradition. Die Herrschaft der Taliban, die Politik und Gesellschaft ganz den Gesetzen des Islam zu unterwerfen suchten, stellt hier eine historische Ausnahme dar.
Auf vorsichtiger Distanz zum Staat
Die islamische Geistlichkeit schwankte in ihrer Haltung zum Staat meist zwischen Kooperation und Opposition. Einerseits konnte ihr der Staat Geld und Macht bieten, andererseits fürchtete sie, ihre moralische Autorität zu verlieren, wenn sie sich vereinnahmen ließ. Der Staat seinerseits suchte die religiösen Institutionen wie Moscheen, Schulen und Stiftungen zu kontrollieren, da diese über wichtige Ressourcen verfügten und er sie zudem als potenzielle Zentren des Widerstands fürchtete. Denn auch wenn die Geistlichkeit aufgrund ihrer geringen Institutionalisierung als Akteur nicht zu fürchten war, gab es zahlreiche Beispiele, da charismatische Geistliche sich an die Spitze politischer Proteste stellten.
Dennoch verblieb bis zur Entwicklung des Islamismus die Geistlichkeit in vorsichtiger Distanz zum Staat. Dies galt besonders für die schiitische Geistlichkeit, die jede politische Herrschaft vor der Rückkehr des Messias als illegitim betrachteten. Erst der Islamismus formte den Islam zu einer dezidiert politischen Ideologie. Die politische und soziale Ordnung, die zu verwirklichen die Islamisten als ihren Auftrag sehen, basiert weniger auf einem historischen Vorbild als auf einer Reinterpretation der Schriften. Wer also behauptet, im Islam seien Politik und Islam nicht zu trennen, steht nicht nur im Widerspruch zu der historischen Wirklichkeit, sondern übernimmt auch eine zentrale Forderung der Islamisten.
Comments
liebe mitmenschen, hannover,19.03.2008
mein name ist ferhat ataman, geboren am 01.01.1972 in samsun in der türkei.
seit meinem ersten lebensjahr lebe ich in hannover. ich habe hier mein
fachabitur gemacht.hiernach habe ich als koordinator im bauingenieur-wesen
(konstruktivbau) und in der informations technologie meine beruflichen
erfahrungen gesammelt. desweiteren bin ich mc, dj, songwriter und
netzwerkadministrator. seit meinem 25sten lebensjahr bin ich autodidakt.
mein künstlername ist islam. ich leite das projekt rap4islam welches am
15.03.2007 das erste mal veröffentlicht wurde, über 2400 mitglieder zählt
und im ersten jahr mehr als 21000 besucher registrierte. hinzu kommt das seit
januar 2008 im aufbau befindliche netzwerk islam-music.net worlds largest-ever
music network, welches schon vor der fertigstellung weltweit sehr hohes
interesse geweckt hat.
vor etwa vier monaten teilte ich meiner beraterin beim arebeitsamt mit,
dass ich mich selbstständig machen möchte.sie bat mich ein kurz-konzept
einzureichen, damit sie die teilnahme am existenzgründungsseminar befürworten
kann. direkt hiernach habe ich von der leistungsabteilung nur noch gekürzt
mein arbeitslosengeld II erhalten. der sachbeartbeiter hat ohne mein wissen
drei monate meine miete nicht überwiesen, so dass mir die wohnung gekündigt
wurde. als ich hierrauf zum arbeitsamt ging, sagte der sachbearbeiter,
dass er nicht mehr für mich zuständig sei und die akte von der calenberber
esplenade in die freundallee geschickt wurde, welche für mich zuständig sind.
dort ist nach drei wochen keine akte angekommen. die sachhbearbeiterin in der
freundallee hielt ein rückgespräch mit der calenberger esplenade und stellte
fest, dass sie die akte extra nicht geschickt haben.
ich habe durch diese umstände extreme überlebens schwierigkeiten und
gesundheitliche probleme bekommen.
desweiteren hatte ich während dieser zeit eine gerichts-verhandlung, zur der
ich nicht erschienen bin, weil ich erstens keinen anwalt hatte, um mich zu
verteitigen, zweitens erst am selben tag davon erfahren habe, drittens
haftunfähig bin und viertens unschuldig bin.
als ich nicht zur verhandlung kam, rief mich der zuständige richter an, um
herrauszufinden wo ich bin. er sagte, dass der staatsanwalt einen haftbefehl
rausschickt, wenn ich nicht auf sie höre. ich bat ihn am telefon einen neuen
termin zu vereinbaren. hierauf sagte der richter "ich stelle hier die fragen".
da es keinen sinn mehr machte weiter zu sprechen legte ich auf.
ich habe bereit über 22 einträge im bundes zentral register. die meisten davon
entstanden durch fehlentscheidungen, untersagtem pflichtverteidiger,
vorverurteilung ohne anhörung, falsche eindeutig belegte zeugenaussagen
und und und.
ich war ohne einen einzigen grund über zwei jahre insgesamt in strafhaft.
zum teil wurde ich erst im gefängnis über meine rechte aufgeklärt und erlangte
so meine freiheit.
ich habe eine bewährungsstrafe am laufen, welche ebenfalls unrechtens ist.
ich erwarte eine sofortige einstellung des haftbefehls,löschung meiner
bewährungsstrafe, eine gemeinsame öffentliche aufarbeitung meiner gesamten
gerichtsakte, eine öffentliche entschuldigung seitens eines jeden richters,
der mich unrechterweise verurteilt hat. eine finanzielle wiedergutmachung in
höhe von 100.000 euro, was meine gesundheit mir trotzdem nicht wiedergeben
kann, die sofortige suspendierung einiger meiner richter(schwerwiegende
urteile, rassistische hintergründe).
ich habe bereits zuvor richtern mitgeteilt, dass ich gegen drogenhandel
und gewaltverbrechen bin und dem staat meine hilfe offeriert, da ich
pesöhnliche erfahrungen in diesem gebiet gemacht habe und viele menschen
und ihre taten kenne. es ist nie darauf eingegeangen worden.
auch habe ich mich sehr bemüht, präventivarbeit im bereich drogen und gewalt
bei jugendlichen zu gestalten. ich habe die finanzierung eines
hiphop-workschops für jugendliche mit videoproduktion als präventivmassnahme
beantragt und dabei erfahren, dass es unter anderem an bürokratie und
inkompetenz der zuständigen instanzen, wie vereine und der stadt hannover
scheitert. alle instanzen sind sich jedoch einig darüber, dass diese form der
prävention notwendig ist, auch was die folge kosten betrifft, welche man sich
vor augen hält, wenn man keine präventivarbeit leistet. nicht zu sprechen
von den zerstörten famillien.
auch ich entstamme einer solchen famillie ich habe acht geschwister, weder hat
man sich bemüht, die famillie stabil und zusammen zu halten, im gegenteil, man
hat sie mit gewalt auseinandergerissen.
ich möchte an dieser stelle betonen, dass ich nicht nur im eigenen interesse
handle. das beispiel meiner ist ein standart für sehr viele fälle.
im verhältniss zu richtern, staatsanwäten u.s.w. habe ich die menschen, welche
in kriminelle handlungen verwickelt sind direk erfahren, erlebt und kenne ihre
art und orientierungen.
nach meiner letzten entlassung ende 2006 habe ich mir vorgenommen, mich nur
noch um meine damals noch nicht geborene tochter zu kümmern und mich beruflich
legal zu orientieren. eine der beiden auflagen meiner bewährung, 260
arbeitsstunden abzuleisten, habe ich durch eigenes herrausfinden einer
gemeinnützigen tätigkeit und dortigem arbeiten nach sehr kurzer zeit erfüllt.
meine bewährungshelferin hat nach mehrmaligem bitten mir keine einzige stelle
zugewiesen. die zweite auflage meiner bewährung eine verhaltenstherapie,
statt, wie im urteil vorgesehen antiaggressionstherapie (weil die krankenkasse
es sonst nicht zahlt) bin ich nicht bereit zu erfllen, da ich weder aggressiv
bin noch mein verhalten therapiert werden muss, was mir auch schon ein
psychologe bestätigt hat.
auch beruflich habe ich mich, wie bereits erwähnt, orientiert und erfolgreiche
schritte zur meiner geplanten selbstständigkeit getätigt.
ich möchte ein teil des oben aufgeführten geldes zur finanzierung einer
anlaufstelle für prävention gegen drogen und gewalt aufwenden. einen weiteren
teil benötige ich zur wiederherstellung meiner gesundheit. ein sehr kleiner
teil wird für meine existenzgründung gebraucht. und der letzte aber nicht so
kleine teil zur finanzierung eines lebensgerechten umfeldes für meine tochter
lara jasmin redlich, welche 14 monate alt ist.
während der zeit, in der ich mich auf der flucht befinde, und auch davor
habe ich mich stets als ein verantwortungs bewusster vater um meine tochter
gekümmert und das ohne eine kindergerechte wohnung. ich bin sehr erschöpft
durch die letzten eineinhalb jahre. immerwieder hat mir das arbeitsamt
probleme gemacht. ich muste auch über das sozialgericht gehen um meine rechte
zu bekommens.
ich wurde in meinen rechten mit füssen getreten. ich denke, das meine tochter
nicht die folgen von unzurechnungsfähigen menschen in staatlichen organen
tragen sollte. und ich weiss auch, dass ich kein einzelfall bin und sich
dieses wenig geld sich abermals rentiert in dem was damit erreicht werden kann
und was damit an folgekosten gespart werden, wenn man die kriminalität als
ganzes betrachtet.
es ist die pflicht eines staates personen zu unterstützen, welche das
friedliche coexistieren von menschen fördern.
ich weiss nicht, was sie denken.
ich für mich möchte nicht, dass meine tochter unter kriminellen aufwächst.
und da läuft die gesellschaft nun einmal hin. wer das nicht sieht ist blind.
dieser brief ist im internet veröffentlicht worden und anschlissend an das
amtsgericht hannover zum zuständigen staatsanwalt geschickt worden.
Obwohl dieser Kommentar mit dem Inhalt des Artikels mal wieder nichts zu tun hat, lasse ich ihn vorläufig stehen, da ich ihn nicht uninteressant finde. Alle anderen bitte ich jedoch, auf solche Ausführungen in Zukunft zu verzichten.