Soldat gegen den radikalen Islam
By Common-Man-In-Europe on Thursday, May 22 2008, 19:19 - Permalink
Der amerikanische Historiker Daniel Pipes ist keiner jener Wirrköpfe, die seit einiger Zeit im Internet ihren persönlichen Feldzug gegen den Islam führen. Durchaus kenntnisreich schreibt er über Islam und Islamismus, doch letztlich ist auch seine Sicht sehr selektiv – und zutiefst amerikanisch. Eine kurze Blattkritik seiner „Informationsseite zum Islam“.
Von Ulrich Schwerin, 21. Mai 2008
“The fact that majority-Muslim countries are less democratic makes it tempting to conclude that the religion of Islam, their common factor, is itself incompatible with democracy. I disagree with that conclusion. Today's Muslim predicament, rather, reflects historical circumstances more than innate features of Islam. Put differently, Islam, like all pre-modern religions is undemocratic in spirit. No less than the others, however, it has the potential to evolve in a democratic direction.”
Der amerikanische Publizist und Historiker Daniel Pipes ist keiner jener polemischen Pamphletisten, die seit einiger Zeit im Internet ihren privaten Kreuzzug gegen die angebliche Bedrohung durch den Islam führen. Der Begründer des Middle East Forum, einer neokonservativen Denkfabrik, und Autor unzähliger Artikel und zahlreicher Bücher ist ein belesener und gebildeter Mann, der an der Eliteuniversität Harvard studiert und an mehreren angesehenen Universitäten gelehrt hat, bevor er 1986 seine akademische Laufbahn zugunsten der Tätigkeit in verschiedenen Denkfabriken aufgegeben hat.
Während seines Studiums hat Daniel Pipes sich intensiv mit der Geschichte des Nahen Ostens und der Theologie des Islam befasst. Er spricht vier Sprachen, darunter Arabisch, und hat einige Jahre im Nahen Osten verbracht. Er weiß also, worum es geht, wenn er vom Islam schreibt. Er weiß zu unterscheiden zwischen der Religion des Islam und der Ideologie des Islamismus, ebenso wie zwischen religiösen Grundsätzen und kulturellen Traditionen. Auch wenn er sich selbst martialisch als „Soldat im Kampf gegen den radikalen Islam“ bezeichnet, sind seine Texte sprachlich differenziert, solide argumentiert und gut recherchiert.
Den Islam hält er für entwicklungsfähig
Dies beweist nicht zuletzt der oben zitierte Einstieg seines Artikels „A democratic Islam?“, in dem er sich mit der Frage auseinandersetzt, ob der Islam zur Demokratie fähig ist. Es bleibt nichts hinzuzufügen, wenn er schreibt, dass der Islam ebenso wie andere vormoderne Religionen im Wesen undemokratisch, doch zur demokratischen Entwicklung fähig ist. Er begreift den Islam als eine Religion, die dem Wandel unterworfen ist, und den Koran als eine Schrift, die abhängig vom Standpunkt verschieden ausgelegt werden kann. Einen grundsätzlichen Widerspruch zwischen Islam und Moderne erkennt er nicht.
Dennoch ist Daniel Pipes kein Liberaler. Im Gegenteil. Er zählt zu der neokonservativen Rechten, die nach dem 11/09 den Islamismus als neuen Feind entdeckt hat, den es im Nahen Osten, wie in Europa oder Amerika zu bekämpfen gilt. Wenn Pipes schreibt, dass der Islamismus undemokratisch, frauenfeindlich, diskriminierend und gewalttätig ist, so ist dem kaum zu widersprechen. Doch daraus eine grundsätzliche Bedrohung durch den Islam und die Muslime abzuleiten, die jedes Mittel zu ihrer Bekämpfung rechtfertigt, ist überaus fraglich und in ihrer Konsequenz nicht ungefährlich.
Europa sieht er zum Bürgerkrieg verurteilt
In einem von Kulturpessimismus und Verschwörungstheorien geprägten Artikel „Europe or Eurabia“ diskutiert Pipes die Zukunft des alten Kontinents. Er formuliert drei mögliche Wege: Erstens die Machtübernahme der Muslime, die sich aufgrund ihres tieferen Glaubens, ihres größeren Selbstbewusstseins und ihrer höheren Geburtenrate durchsetzen werden. Zweitens die Auflehnung der Christen, die sich gegen die Überfremdung zur Wehr setzen und auf ihre eigenen Wurzeln besinnen. Und drittens die Koexistenz beider Gruppen, wobei er dies für unwahrscheinlich hält. Seiner Ansicht nach bleibt langfristig nur der Bürgerkrieg.
Diese pessimistische Einschätzung begründet er damit, dass die Europäer „vom Islam fasziniert“ seien und ihre eigene Geschichte und Kultur nicht mehr schätzten, da sie durch ihre Schuldgefühle angesichts von Faschismus, Rassismus und Imperialismus von sich selbst entfremdet seien. Wie sollten die Muslime sich integrieren können, fragt Pipes, wenn die Europäer ihre eigene Kultur nicht achten? Eine gute Frage, wäre die Idee, dass sich Europa von seinem kulturellen Erbe abwendet, nicht so absurd. Sicher gibt es eine Tendenz zur Säkularisierung, doch ist Kultur mehr als Religion.
Selbstkritik legt er als Schwäche aus
An keiner Stelle fragt Pipes, was denn die Gründe für die vielerorts angesprochenen sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Migranten sind. Das Erstarken des Islamismus wird als Tatsache behandelt, seine Ursache jedoch nicht hinterfragt, schon gar nicht in eigenen Fehlern gesucht, gilt Pipes doch Selbstkritik als Schwäche. Es geht ihm letztlich nicht darum, zu verstehen, sondern zu handeln. Pipes ist weniger Analytiker, als Aktivist, seine Texte sind nicht der Wahrheit, sondern der Wirkung verpflichtet. Fraglos ist Pipes einer der intelligenteren Kritiker des Islam, doch seine Sicht ist selektiv und manipulativ.
So vermittelt er in seinem Artikel „Resisting Islamic Law“ durch die Aufzählung mehrerer Einzelfälle den Eindruck, die Sharia sei unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Als Beispiel für die Bedrohung zitiert er den Fall eines Blinden, dem muslimische Taxifahrer die Beförderung mit seinem Blindenhund verweigerten, da Hunde ihnen als unrein gelten. Pipes hat 15 weiterer solcher Fälle gesammelt – weltweit. Für ihn ist dies dennoch Grund genug, zum Widerstand aufzurufen, da sonst Steinigung, Beschneidung und Selbstmordattentäter drohten. Nichts weniger als der Untergang des Abendlandes also.
Comments
<i>Pipes hat 15 weiterer solcher Fälle gesammelt – weltweit.</i>
Wieviele Beispiele hätten es denn sein sollen?
300? 3000? Eine never ending story?
Wer nur einigermaßen die Augen und Ohren aufbekommt, hat doch längst gemerkt, dass
a) der Koran gewalttätig ist und auch immer noch so ausgelegt wird
b) der Islam auf dem Vormarsch ist.
c) Gnade uns Gott, wenn wir nicht vom Öl wegkommen!
Der Ansicht von Daniel Pipes kann ich zustimmen.
Die islamische Gefahr ist eine schleichende, deswegen wird sie ja auch so verharmlost. Dies inkludiert u.a. auch die demographische Komponente: der Krieg gegen die autochtone Bevölkerung findet heute im Kreißsaal statt, wenn man z.B. die Geburtenrate der Europäer mit der der Moslems vergleicht.
Europa und seine Politiker müssen sich wieder auf seine Werte besinnen, sonst geht es unter!
Ja klar, wir müssen schon zwischen der NSDAP Ideologie und der SS Ideologie unterscheiden...
Islam ist Frieden. Heil Islam!
Was Israel-Lobbyisten so schreiben. Einfach mal bei Mearsheimer und Walt nachlesen.
Mearsheimer und Walt sind einer der entschiedensten Kritiker der Israel Lobby. Sie wurden wegen ihrer Schriften bedroht und wiederholt als Antisemmiten bezeichnet. Die Realität ist das beste Argument was es zu diesem Thema gibt.
PI klärt über das wahre Wesen des Islam auf. Das ist wichtig und notwendig.
Wer immer noch der Meinung ist, Islam sei Frieden, der sollte sich mal folgende Artikel anschauen:
„Alice Schwarzer: Die Islamisten meinen es so ernst wie Hitler“:
http://tinyurl.com/3b8uv3
"Prof. E. Flaig: Djihad und Dhimmitude - Warum der Scharia-Islam gegen die Menschenrechte steht - Sklaverei und Menschenrechte"
http://tinyurl.com/6julww
"Robert Spencer: Die Wahrheit über die Kreuzzüge":
http://tinyurl.com/5oaxpc
"Prof. Flaig: Der Islam will die Welteroberung" - veröffentl. bei d. FAZ:
http://tinyurl.com/3559bz
Mehr Infos findet man auf:
http://europenews.dk/de
http://spitze-mondsichel.blogspot.c...
Wenn Millionen Menschen von Perversen Massenmörder Westen umgebracht werden.
Die Bilder von Kriegso
Über PI lügen können sich
http://www.politischkorrekt.info/
Informieren.
Ø Die bloße Anwesenheit von Muslimen bzw. wenn sie statt sich der ständig vorgeworfenen "Parallelgesellschaft" in der Öffentlichkeit zeigen wird als "Islamisierung" bezeichnet.
Vor allem das die Islamischen Länder noch immer vom Westen wirtschaftlich ausgebeutet werden ist diese Möchtegern Opfer Leier nichts Anders als die Möchtegern Opfer Rolle des Kolonialismus oder der Nationalsozialisten!
Immer wieder bringen Islam "Kritiker" Beispiele wo irgend ein Muslime oder eine kleine Gruppe irgend was getan haben. Damit soll dann die "Bösartigkeit" aller Muslime "bewiesen" werden.
· Dies wird natürlich nicht bei den Schlechten taten von Christen irgendwo in der Welt so gehandhabt.
· außerdem damit man sich selbst als "überlegen" fühlen wird nur das Christlichsein (bzw. nur das nicht muslimisch sein) bei Menschen wie Nobelpreisträgern. Auf die dann einer abgewichst wird.
Man beachtet das (Christen "Herrenmenschen") John F. Kennedy im fanatischen und faschistischen gehorsam trotzt seiner aktiven Beihilfe und Verantwortung zum tatsächlichen Millionenfachen Massenmord an den Vietnamseen.
· Dass Herny Kissinger der diesen Massenmord sowie Pinochet unterstützte weniger Kritik bekommt weil das die Gefühle der "Göttermenschen" beleidigen könnte.
Wie wärs mit einem Blog das die täglichen Mörde von "herren" Christen in Südamerika auflistet Und alel Christen anlastet? ne dass wäre ja keien Schuldzuweissung.
Ich bin sogar davon überzeugt das über den Islam in Buch Daniel und in der Offenbarung geschrieben steht. Wer Ohren hat der höre.
Zu Jeanfertique: Wenn ein muslimischer Taxifahrer einem Blinden die Beförderung verweigert, ist das eine unzulässige Diskriminierung, aber noch kein Skandal. Wenn weltweit in einer nicht näher genannten Zeitspanne 15 Taxifahrer dies tun, dann könnten die Taxifirmen mal darüber nachdenken, ihre Fahrer darauf hinzuweisen, dass dies nicht in Ordnung ist. Anlass für einen Aufschrei der Empörung ist dies aber nicht und darin eine Verletzung der Menschenrechte zu sehen ist ebenfalls einigermaßen hysterisch.